• Think Big Pro geht in die fünfte Runde

    Sozial-digitales Engagement auf professionelle Füße stellen und dabei die Luft der Sozialunternehmen schnuppern: Think Big Pro unterstützt junge Projektteams bei der Professionalisierung ihrer Ideen.

    Mit einer Online-Skillsharing Plattform Geflüchtete und Locals zusammenbringen, per App zur Gewaltprävention beitragen, mit Nisthilfen und Online-Kampagnen das Bienensterben vorbeugen, mit einem Automaten für Videotelefonie Senioren an die digitale Welt heranführen oder mit einer partizipativen Online-Plattform junge Leute für Europa begeistern. Die Ideen der Teilnehmer, die ebenso unterschiedlich wie innovativ sind, haben eins gemeinsam: Sie lösen ein gesellschaftliches Problem und tragen dazu bei, unsere Welt ein wenig besser zu machen und sie sind neu bei uns in der Think Big Pro Förderung.

    Beim Pitch am 16. Dezember im Telefónica Basecamp ffiel die Auswahl von fünf aus neun Teams schwer. Claudia von Bothmer (Head of Corporate Responsibility, Telefónica Deutschland), Norbert Kunz (Gründer und Geschäftsführer, Social Impact gGmbH), Wilke Ziemann (Leitung Programme, Deutschen Kinder- und Jugendstiftung GGmbH) und Cornelia Röper (Think Big Pro Alumni und Gründerin von wefugees.de) hatten die Qual der Wahl als Mitglieder der Jury.

    Dabei ging es um 5.000 Euro finanzielle Unterstützung und einen Arbeitsplatz für acht Monate in einem der sechs Social Impact Labs.  Dort werden die Projektmacher mit gezieltem Coaching, Workshops und Beratung  begleitet. Im kreativen Umfeld weiterer Sozialunternehmer können sie so die beruflichen Perspektiven ausloten und ihr Engagement professionalisieren. Die Voraussetzungen für die Teilnehmer: Die Bewerber müssen Erfahrung in der Umsetzung von Projekten haben, das Projekt soll Lösungsstrategien für soziale Probleme und Herausforderungen beinhalten, möglichst viele Menschen erreichen und mit digitaler Technik umgesetzt werden.

    Eine Zusammenfassung der 5 ausgewählten Projekte finden Sie hier:

    1. Humblebees

    „Mit dem Bienenschutz wird ein gesellschaftlich relevantes Thema aufgegriffen, da der Erhalt dieser kleinen Bestäuber gleichzeitig unsere Nahrungsversorgung sichert. Hinzukommt die Wahrung der Biodiversität, die zudem die Ökosystemdienstleistungen (bereitstellend, regulierend, kulturell) gewähren. Somit zieht sich die Thematik sowohl durch die soziale als auch ökologische, ökonomische und kulturelle Ebene. Unser Engagement basierend auf diesem allumfassenden Ansatz ist für uns besonders wichtig! In den vorherigen Förderungsphasen wurden bereits zahlreiche Nisthilfen an Privatbesitzer verteilt.“

    2. O_Mat

    „Der O_mat ist ein Automat, welcher generationsübergreifende Kommunikation ermöglicht und dafür sorgen soll, dass ältere Menschen wieder eine aktivere Rolle in der Gesellschaft spielen können.  

    Nehmen wir Oma Gertrud. Sie hat ihre Enkelin Mona seit einigen Monaten nicht gesehen, da Mona zum Studium in eine weiter entfernte Stadt gezogen ist. Die beiden telefonieren zwar ab und zu, aber trotzdem würde sich Oma Gertrud freuen Mona auch öfters mal zu sehen. Leider hat sie kein Handy oder Computer, weil sie mit dieser Technik nicht vertraut ist. Mona hingegen hat ihr schon oft von Skype oder Facetime erzählt. Nun kommt der O_mat ins Spiel. Mit seiner Hilfe und vereinfachter Technik kann Gertrud ganz einfach eine Videounterhaltung mit Mona führen – Endlich können die beiden sich öfter sehen!“

    3. CrowdGuard

    „Pro Jahr werden alleine in Deutschland jährlich über 100.000 Gewalttaten verübt. Offiziell sind ca. 1.000 Menschen betroffen von Sexualverbrechen im öffentlichen Raum. Die Konsequenzen für Betroffene und Gesellschaft sind gravierend. Einschränkung der Bewegungsfreiheit und Misstrauen gegenüber den Mitmenschen können das friedliche Zusammenleben gefährden.

    Wir verbinden Gewaltprävention, ein mobiles Notrufsystem und Opferfürsorge miteinander. In weniger als 1 Sekunde können im Notfall per App sowohl Polizei, Freunde & Familie, Notrufzentralen als auch CrowdGuard-Nutzer in der Nähe alarmiert werden. Zusätzlich sensibilisieren wir mit Workshops und Bewusstseinskampagnen zum Thema Gewalt und arbeiten mit mehreren großen sozialen Partnerorganisationen zusammen.“

    4. Share on Bazaar 

    „Bazaar ist ein Ort für Austausch und Empowerment. Wir bringen Beheimatete und Geflüchtete anhand Ihrer Fähigkeiten und Interessen zusammen. Bazaar besteht aus folgenden Komponenten:

    • Web-App: Eine Onlineplattform, auf der Ankommer und Beheimatete Profile über ihre Interessen kreieren, anhand welcher sie sich dann vernetzen und austauschen können. 2017 wollen wir die passende Android App veröffentlichen.
    • Time-Banking: Eine virtuelle soziale Währung (1 Stunde Austausch = 1 Time Coin) macht Interaktion zwischen Nutzern messbar und gamifizierbar.
    • Veranstaltungen: Wir veranstalten regelmäßig Events, bei denen Locals und Newcomer ihre Fähigkeiten austauschen können, traditionelles Essen mitbringen und wir gemeinsam Musik machen. Dort vermarkten wir Bazaar und bauen eine vertraute Community auf.

    5. cube. Your take on Europe

    „Jungen Europäer*innen soll die Möglichkeit gegeben werden sich mit der EU auseinanderzusetzen und ihre Forderungen zu konzipieren und auszuformulieren. Konkret handelt es sich bei unserer Projektidee um ein digitales Toolkit, welches online heruntergeladen werden kann und alle Materialien für die Organisation eines Workshops bereitstellt. Die Workshops können überall lokal von Lehrer*innen der Sekundarstufe oder Berufsschule, Dozent*innen an Universitäten, Verantwortlichen lokaler Initiativen sowie Individuen veranstaltet werden. Durch diese Dezentralisierung der Kommunikationsstrukturen nach Brüssel soll ein direkter Dialog zwischen der EU und der Jugend hergestellt werden. Cube sieht sich als eine europäische Jugendplattform, welche sich für die Stimme junger Europäer*innen stark macht.“

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