• Unsere Stips im Interview #4: be japy

    In unserer Interview-Reihe stellen wir euch unsere aktuellen Stips genauer vor. Diesmal sind be japy aus dem Hamburger Social Impact Lab an der Reihe. Sie wollen mit kleinen, inspirierenden Taten für mehr Mitmenschlichkeit im Alltag sorgen und haben dazu Aktionen wie den Japyday initiiert.

    Hallo, könntet ihr euch kurz vorstellen: Wer und welche Idee verbirgt sich hinter be japy? 

    be japy ist aus einer Projektarbeit unserer Hochschule in Offenburg entstanden. Wir haben uns überlegt, wie man mit einfachen Ideen und Mitteln Menschen helfen und insgesamt für mehr Mitmenschlichkeit im Alltag sorgen kann. Hierzu haben wir mit unserer ersten Aktion, der musikalischen Überraschung für Obdachlose und dem damit verbundenen Video „Three German students surprise a homeless guy“ ziemlich Aufsehen erregt. Die gute Tat steht bei uns im Mittelpunkt und jeder kann mit seiner Aktion ein Teil davon sein. Der Name japy ist ein Kunstwort und besteht aus den Anfangsbuchstaben der Gründer Julian, Andreas, Peter und Yannik.

    Seit 2014 habt ihr einmal im Jahr den Japyday initiiert. Wie kam es dazu und was passierte an diesem Tag?

    Nach den vielen Anfragen aus aller Welt dachten wir, es wäre doch schön, wenn es einen großen Tag gäbe, an dem die ganze Welt etwas Gutes tut und darüber berichtet. Wir riefen den ersten JAPYDAY am 30. August 2014 aus, und was an diesem Tag geschah, war überwältigend. Hilfsaktionen jeglicher Art und Dimension fanden zeitgleich auf dem ganzen Globus statt. In Mexiko half eine ganze Gruppe Bedürftigen auf der Straße, in Afrika bekam eine Frau einen Rollator geschenkt, in Australien verschenkte ein Mann 50 Geschenke an wildfremde Menschen. Wir selbst gestalteten zusammen mit alten Menschen einen Nachmittag in einem Seniorenheim. Dieser Tag fand 2015 ebenfalls statt und war genauso erfolgreich. Dieses Jahr ist der JAPYDAY wieder für Ende August geplant.

    Welche Erlebnisse waren neben den Japydays besonders bewegend für euch auf eurer Reise bei be japy?

    Die ersten Monate nach der Veröffentlichung des Videos waren insgesamt sehr turbulent. Täglich über 100 Anfragen, Interviews für TV und Radio und Berichte in den Online-Medien dieser Welt. Es fällt uns schwer, das eine schönste Erlebnis zu nennen, denn es waren wahrscheinlich insgesamt die weltweiten Reaktionen auf das, was wir hier gestartet haben. Menschen haben unsere Aktion auf der ganzen Welt nachgeahmt, von Mexiko bis Australien. Wir haben bei den Menschen einen Nerv getroffen, mittlerweile haben wir regelmäßige Aktionen in einigen Ländern. Das macht uns stolz.

    Ihr wollt jungen Menschen eine neue, attraktive Möglichkeit bieten, sich in der Gesellschaft zu engagieren und Gutes zu tun. Warum ist es für viele schwierig, sich zu engagieren?

    Einerseits fehlt es vielen Menschen an einem Anreiz, sich zu engagieren. Das klassische Spenden ist für viele zu unattraktiv. Außerdem fehlt es den jungen Menschen oft an Ideen, sich kreativ und sozial zu engagieren. Wir wollen gerade den jungen Menschen eine coole Alternative bieten, sich zu engagieren. Das alles in der jungen und überfluteten Social Media-Welt.

    Kann be japy damit etwas zur positiven Veränderung der Gesellschaft beitragen?

    Wir selbst wissen, dass es schwierig ist, von jetzt auf nachher etwas in der Gesellschaft zu ändern. Jedoch glauben wir an die Kraft der Gemeinschaft. Wir schaffen gemeinsam mit unserer großen Community ein Angebot an Hilfe und Inspiration für Jeden. Jeder kann dabei sein, einfach und ohne große Verpflichtungen. Wir hoffen, dabei immer mehr Menschen für gute Taten zu begeistern und so für mehr Mitmenschlichkeit im Alltag zu sorgen. 

    Wie wollt ihr das 2016 umsetzen?

    Für 2016 haben wir wieder Einiges geplant. Doch wollen wir hier noch nicht alles verraten. Es wird aber ein Mix aus Inspiration, Community, und der guten Tat sein. Den JAPYDAY sowie den Warmnachtsbaum wird es natürlich auch wieder in diesem Jahr geben. Wir hoffen, dass die Menschen auch weiterhin mit so viel Leidenschaft dabei sind. Das macht einfach Spaß und Freude.

    Wie unterstützt euch das Social Impact Start Stipendium dabei?

    Durch das Stipendium hier in Hamburg haben wir durch verschiedene Coachings einiges gelernt und konnten mit be japy entscheidende Schritte nach vorne machen. Auch durch kleinere Rückschläge haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und hatten immer die richtigen Ansprechpartner parat. Das ganze Klima und das Netzwerk, auf das wir Zugriff haben, helfen uns enorm. Der gegenseitige Austausch mit anderen Stipendiaten führt immer wieder zu wichtigen, neuen Erkenntnissen und Ideen. Jeder Einzelne entwickelt sich hier auch persönlich weiter.

    Eine letzte Frage zum Abschluss: Habt ihr Tipps für angehende Social Entrepreneurs?

    Fail often. Fail early ;-)

    Vielen Dank für eure spannenden Antworten!

     

    (Das Interview führte: Felicitas Nadwornicek für Social Impact)

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