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Indien trifft Berlin: Eine geballte Ladung Energie!

10 Start-ups, 2 verschiedene Kulturen, Wissenswille aller Beteiligten und voller Energie, so lässt sich das erste indisch-deutsche Bootcamp 2016 für Startups aus dem Energiesektor am besten beschreiben.

Das Bootcamp, das vom 18. bis 27. Juli 2016 im Social Impact Lab Berlin stattfand, wurde von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Indien und Social Impact organisiert, in Zusammenarbeit mit den Partnern Bosch, SAP und Intellecap. Ziel war es im Rahmen des Public Private Partnership Programmes des BMZ Unternehmen aus der Privatwirtschaft mit Startups und Inkubatoren zu vernetzten, sich gegenseitig auszutauschen und zusätzlich mit neu erlernten Methoden an seinen eigenen Produkten oder Services zu feilen.

Damit der interkulturelle Austausch auch effizient gestaltet ist, wurden genau fünf indische und fünf deutsche Startups aus dem Sektor erneuerbare Energie eingeladen. Durch die Vielfältigkeit der Startups und Unternehmer war ein facettenreicher Einblick in den indischen und deutschen Markt gegeben. Allerdings wurden nicht nur die Synergien zwischen den Startups gefördert, sondern durch die Unterstützung verschiedener Mentoren und Trainer bekam das Bootcamp auch eine geballte Ladung Expertenwissen. Nach zwei intensiven Tagen Design Thinking folgte ein zweitägiger Workshop von zwei SAP Mentoren, der die Geschäftsmodelle genau unter die Lupe nahm und hilfreiche Tools vermittelte.

Auch die fachspezifische Unterstützung durfte nicht fehlen, darum waren durchgehend Mentoren von Bosch Indien an der Seite der Teilnehmer. Durch individuelle Gespräche gelang es ihnen einen genauen Einblick in die jungen Unternehmen zu bekommen und den Startups passende Tipps mit auf den Weg zu geben.

Für Gunawan Sudiyono von Greentech war der Austausch mit den anderen Entrepreneurs sehr wichtig, denn so hat er Tipps und Ratschläge rund um den indischen Markt erfahren und konnte sein Wissen mit den anderen teilen. Mit leuchtenden Augen schilderte er seine Eindrücke: „The new information and methods which I have learned have a great impact on my hole business idea and changed partly my vision”. 

Doch die Tage in Berlin wurden nicht nur in geschlossenen Workshopräumen verbracht. Die Bootcamp Teilnehmer besuchten den Euref-Campus, auf dem sich alles um das Thema Erneuerbare Energien dreht. Der Accelerator von Climate KIC und InnoZ nahmen sich die Zeit um den Startups ihre Angebote und Aktivitäten vorzustellen. Als abschließendes Highlight dieses Ausfluges durften die Teilnehmer auch selbst die elektrobetriebenen Pkws und Fahrrädern testen.

Damit die Startups für ihren Demo Day gerüstet und perfekt vorbereitet waren, besuchte Pitch-Trainerin Suzanne Beth am vorletzten Tag die Gruppe. Nach einem intensiven Tag und wahrscheinlich einer langen Nacht an Vorbereitungen, waren die Teilnehmer fit für ihren Pitch.

Vor einem Publikum aus rund 30 Vertretern von großen und mittleren Unternehmen aus der Energiebranche u.a. Bosch, Vattenfall, RWE, Solenio, InnoZ etc. hatten die Gründer jeweils fünf Minuten Zeit ihren innovativen Business Ansatz vorzustellen. Danach haben wir den Spieß umgedreht und die Unternehmen vor den Startups pitchen lassen, mit welchem Angebot sie Startups unterstützen können. Nach einer Runde Speed Dating wurden die besten Startups in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Die Auszeichnung „Innovativste Business Idee“ ging an Raj Ashokbhai Dhami mit Tessol – Thermal Energy Services & Solutions. REconnect Energy Slutions gewann den Award für „bestes indisches Startup“ und Coolar wurde in der Kategorie „bestes deutsches Startup“ ausgezeichnet. Zusätzlich wurde der Award „best-on-campus“ an Gunawan Sudiyono von Greentech überreicht und das Publikum stimmte für Lara Obst von Mowea für den „besten Pitch“ ab. 

Du willst mit deinem Startup auch den indischen Markt erkunden? Keine Angst, du bist noch nicht zu spät, das nächste Bootcamp wird im Februar in Indian stattfinden. Also mach dich bereit.


Unsere Stips im Interview #6: Refugee Canteen

In unserer Interview-Reihe stellen wir euch unsere aktuellen Stips genauer vor.„Ich träume davon, dass Menschen, egal wo sie herkommen, die gleichen Chancen haben“ - Diesmal ist Beni von Refugee Canteen im Interview über Träume, Erfolge und den Wandel der Gastro-Branche.

 

Refugee Canteen bietet Geflüchteten eine neue Perspektive in der Gastronomie und wirkt damit dem dortigen Fachkräftemangel entgegen. Im Projekt wird eine Akademie aufgebaut, in der geflüchtete Menschen für den Berufseinstieg in der Gastronomie vorbereitet werden. Wie diese Akademie abläuft und Menschen mit Migrationserfahrung eine neue Perspektive bieten kann erklärt Gründer Benjamin Jürgens im Interview.

Hallo Beni. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, die Refugee Canteen zu gründen? Welches Ziel steht dahinter?

Wir lieben die Gastronomie und wollen ihr ihre Würde wieder zurückgeben. Der Mittelpunkt unserer Arbeit ist es, Potenziale zu entwickeln, das Handwerk wieder aufblühen zu lassen und: Wir wollen wieder Geschmack und Leidenschaft in die Branche bringen! Wir sind jung, hungrig und eine Generation, die nicht mehr zuschauen will, sondern selber anpackt und aus tiefer Überzeugung am Erreichen ihrer Ziele arbeitet. Unser Ziel ist es den Fachkräftemangel zu reduzieren und gleichermaßen Menschen aus anderen Ländern den Zugang zu unserer Branche zu erleichtern und sie dabei zu professionalisieren.

Und dafür habt ihr die Refugee Canteen Academy entwickelt. Was verbirgt sich hinter dem Konzept?

Refugee Canteen ist eine Akademie, die Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund in einem Zeitraum von 24 Wochen eine Grundlagenausbildung für gastronomische Berufe vermittelt. Im ersten Ausbildungsblock werden die erforderlichen Grundlagen in Theorie und Praxis vermittelt. Im Anschluss daran folgt ein 12-wöchiges Praktikum in einem der gastronomischen Partnerbetriebe.

Was wollt ihr mit der Refugee Canteen bewegen?

Wir wollen Menschen aktivieren, motivieren und ihnen zeigen wie viel Liebe und Leidenschaft es benötigt um bei uns mitzumachen. Auf der anderen Seite wollten wir unserer Branche zeigen, dass Liebe und Leidenschaft alleine nicht reichen. Die Branche muss verstehen, dass es in unserer Generation viele Menschen gibt, die nicht mehr 16 Stunden Tage arbeiten wollen. Hier müssen wir attraktivere Modelle schaffen.

Wandel der Gastro-Branche durch Refugee Canteen

Könnt ihr mit der Refugee Canteen einen Wandel der Gastro-Branche Deutschlands hervorrufen?

Das ist das große Ziel! Und daran arbeiten zum Glück nicht nur wir alleine, sondern mit uns zusammen Freunde, Kollegen und in Zukunft all die Menschen, die bei uns qualifiziert wurden!

Wann startet der erste Durchgang der Academy, wer und wie viele Menschen können daran teilnehmen? Wie werden die Teilnehmer ausgesucht?

Wir arbeiten mit dem Jobcenter zusammen, das uns die Teilnehmer und Teilnehmerinnen vermittelt. Im Oktober starten wir mit 16 Teilnehmenden.

Welche Herausforderungen habt ihr bislang gemeistert?

Die größte Herausforderung ist es meiner Meinung nach, aus einer Idee ein Business zu machen. Vor allem wenn dieses Business wie im Fall der Refugee Canteen auch noch soziale Strukturen haben und langfristig bestehen können soll. Außerdem ist es für uns immer wieder herausfordernd uns nicht von dem großen Weg, der vor uns liegt, ablenken zu lassen.

Wovon träumst du?

Letzte Nacht habe ich mit der Maus von Ratatouille gemeinsam gekocht (wirklich geträumt!).

Ich träume davon, dass Menschen, egal wo sie herkommen, die gleichen Chancen auf Bildung und Zugang zu Arbeit haben. Und das egal ob sie die passenden Papiere dafür haben! Aber ich bin überzeugt: Wenn eine Branche zu so etwas in der Lage ist, dann ist das unsere!

Hast du Vorbilder? Oder willst du selbst zu einem werden?

Ich sehe mich selber als einen Anstifter und so verstehen wir auch die Refugee Canteen: Sie ist der Anfang von etwas Großem.

Wann würdest du sagen, die Refugee Canteen war ein Erfolg? 

Unternehmerisch betrachtet, wenn wir in zwei Jahren mehrere Standorte in Deutschland haben, verschieden gastronomische Berufe abdecken, alle meine Mitarbeiter glücklich sind und wir das erste Projekt international planen.

Emotional und persönlich ist es der Gedanke zu wissen, dass ich mit meinem Team ein Modell entwickelt habe, dass es schafft, Menschen zu empowern. Wenn dann in Hunderten von Küchen und Haushalten gelacht, gesungen und vor allem wieder gut gegessen wird – das wäre schon schön.

Von Gründer zu Gründer: Was kannst du anderen angehenden Social Startups mit auf den Weg geben?

Es gibt da ein Zitat: „Wenn du den Weg nicht bis zum Ziel gehen willst, warum gehst du ihn dann überhaupt?“

1000 Dank für das Interview!

 

Refugee Canteen sind im November 2015 in das Stipendienprogramm ANKOMMER. Perspektive Deutschland aufgenommen worden. ANKOMMER. Perspektive Deutschland ist ein Programm von Social Impact und der KfW Stiftung, das Projekte und Initiativen unterstützt, welche die gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe von geflüchteten Menschen durch Zugang zu Bildungs- und Arbeitsplätzen verbessern. Bis Juni 2016 durchliefen 14 dieser Projekte unser Qualifizierungsprogramm – und im Herbst 2016 geht ANKOMMER. Perspektive Deutschland in eine neue Runde. Die Bewerbung ist ab 15. August hier möglich.

 

(Interview & Text: Felicitas Nadwornicek)


  • 10 Start-ups, 2 verschiedene Kulturen, Wissenswille aller Beteiligten und voller Energie, so lässt sich das erste indisch-deutsche Bootcamp 2016 für Startups aus dem Energiesektor am besten beschreiben.

  • In unserer Interview-Reihe stellen wir euch unsere aktuellen Stips genauer vor.„Ich träume davon, dass Menschen, egal wo sie herkommen, die gleichen Chancen haben“ - Diesmal ist Beni von Refugee Canteen im Interview über Träume, Erfolge und den Wandel der Gastro-Branche.

  • In unserer Interview-Reihe stellen wir euch unsere aktuellen Stips genauer vor. Diesmal stellen Lisa und Björn ihr Social Startup Zentrum für Fermentation vor. Im Interview stellen sie ihre Idee vor und erklären, wie Fermentation Teil des gesellschaftlichen Wandels werden kann.

     

  • Ihr plant ein Crowdfunding für euer Projekt oder Social Startup im Food & Waste Bereich? Gemeinsam mit Crowdcamp und Startnext haben wir genau das Richtige für euch entwickelt: den Crowdfunding Food Contest. Jetzt bis 23. April bewerben!

  • In unserer Interview-Reihe stellen wir euch unsere aktuellen Stips genauer vor. Diesmal sind be japy aus dem Hamburger Social Impact Lab an der Reihe. Sie wollen mit kleinen, inspirierenden Taten für mehr Mitmenschlichkeit im Alltag sorgen und haben dazu Aktionen wie den Japyday initiiert.

  • Du willst dich in Berlin mit deiner sozial-innovativen Idee selbstständig machen? Dann bist du bei Social Impact Start richtig - das Stipendienprogramm für Menschen wie dich, die mit ihren Ideen Veränderungen bewirken wollen. Hier bekommst du Tipps für deine Bewerbung.

  • Durch Welcome Dinner Berlin werden Berliner zu Gastgebern für geflüchtete Menschen und heißen sie bei sich zu Hause willkommen. So entstehen immer wieder wunderbare Abende der Begegnung, aus denen sich nicht selten Freundschaften entwickeln.

  • "Manche Ideen sind so toll, da möchte man selbst nochmal durchstarten" - Angelika Wickboldt, seit 15 Jahren Gründungsberaterin in der Gründungswerkstatt Enterprise, im Interview über ihre langjährige Erfahrung, Veränderungen in der Gründerszene und Tipps für Gründungswillige.

  • Bei Jyoti - Fair Works stehen nicht die Produkte, sondern die Menschen im Vordergrund. Das Social Startup ermöglicht sozial benachteiligten Inderinnen durch die Herstellung nachhaltiger und fairer Mode ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben.

  • Du hast eine Idee zur Lösung eines sozialen Problems im Kopf, kommst aus dem Rhein-Main Gebiet oder dem Großraum Duisburg und bist auf der Suche Gründungsunterstützung? Gute Nachrichten, denn dann haben wir mit AndersGründer das richtige Programm für dich.

  • Von rund 190 eingereichten Bewerbungen haben es 14 Teams in unser Stipendium ANKOMMER. Perspektive Deutschland geschafft. Wie wurden die Teams ausgewählt, woran arbeiten sie und was erwartet die Teilnehmer/-innen nun im ANKOMMER. Programm?

  • Was können wir gegen die enorme Verschwendung von Lebensmitteln tun? Und wie können wir Lebensmittel wieder mehr wertschätzen? Unsere Social Startups und Food Assembly geben ihre eigenen kreativen Antworten darauf. Mach auch du mit!

  • Das Thema Flucht prägt den gesellschaftlichen Diskurs, doch Vorurteile beeinflussen vielerorts die Einstellung gegenüber geflüchteten Menschen. Zahlreiche Organisationen und Initiativen möchten genau das ändern und engagieren sich für Geflüchtete, z.B. im ANKOMMER. Programm.

  • Unser Klamottenkonsum hat sowohl negative Auswirkungen auf die Menschen, die an der Herstellung unserer Kleidung beteiligt sind, als auch auf die Umwelt. Doch das muss nicht so sein! In diesem Artikel gebe ich euch Denkanstöße und zeige Lösungswege und Alternativen auf.

  • Ein Dschungel aus Hochschulen und Studien-gängen erwartet Schüler am Ende ihrer Schulzeit. Und was kommt nun? Svanja Kleeman hat eine Antwort gefunden: Zusammen mit ihrem Team hat sie One Week Student entwickelt, eine Plattform für Schüler, die das Studieren probieren wollen.

  • Zu jung, um professionell zu werden? Bestimmt nicht – wann immer ihr für eine Idee brennt, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, aus der bloßen Idee eine Wirklichkeit werden zu lassen! Bis 31. August könnt ihr euch für die nächste Runde Think Big Pro bewerben!

     

  • In unserer Interview-Reihe stellen wir euch unsere Stips genauer vor. Numero drei in der Reihe macht TeachSurfing. Das Team hat eine Plattform entwickelt, auf der Reisende ihr Wissen einpacken und vor Ort weitergeben können: Share knowledge while traveling the world!

  • Kennt ihr Socialee schon? Das neue Berliner Projekt baut ein soziales Netzwerk auf um Menschen zusammenzubringen: Der eine hat Holz, der andere will ein Hochbeet bauen und braucht es. Über Socialee können sie zusammenkommen und einfach mal machen!

  • Stetiger Konsum ist längst an seine Grenzen gestoßen und schafft Probleme für Umwelt, Tier und Mensch. Deshalb bekommt ihr von uns Denkanstöße und Alternativen zum herkömmlichen Konsum!

  • Am 3. Juli 2015 ist Plastiktütenfreier Tag! Wir verzichten gemeinsam auf Plastik(tüten) und machen auf die Ressourcenverschwendung und Umweltprobleme aufmerksam, die durch Plastik(tüten) ausgelöst werden.

  • Unsere Berliner Stipendiaten PHNX (nun: CADUS) – redefine global solidarity leisten nachhaltige Notfall- und Humanitäre Hilfe. Oftmals dort, wo es kein Anderer macht und aktuell vorrangig in Syrien. Bald ist das Team im Crowdfunding!

  • In unserer Interview-Reihe stellen wir euch unsere aktuellen Stips genauer vor. Die zweite Runde machen RESTLOS GLÜCKLICH, die mit der Eröffnung ihres Awareness-Restaurants ein Rezept gegen Lebensmittelverschwendung bieten wollen.

  • In unserer Interview-Reihe stellen wir euch unsere aktuellen Stips genauer vor. Die erste Runde machen Hotel Utopia aus dem Berliner Lab, die Geflüchteten eine neue Lebensperspektive in Berlin bieten wollen.