• 30 Jahre soziale Innovationen - Fokus auf Social Entrepreneurship ab 2010

    Im Mai 2019 feiern wir das 30-jährige Jubiläum von Social Impact. In unseren aktuellen Blogbeiträgen nehmen wir euch auf eine Zeitreise mit und erzählen wöchentlich von den Meilensteinen unserer Gründungsgeschichte. Diesmal dreht sich alles um Sozialunternehmer*innen im ländlichen Raum und die Social Impact Labs.

     

    Mehr als nur Gründungsberatung 

    Neben unseren Angeboten für Gründer*innen für besondere Zielgruppen, leisten wir bereits seit Mitte der 90er Jahre einen wichtigen Beitrag bei der Unterstützung von Künstlern und Kulturschaffenden – insbesondere im Land Brandenburg. So haben wir eine Nutzungs- und Betreiberkonzepte entwickelt: z.B. für den Kulturstandort Schiffbauergasse in Potsdam und im Rahmen des Projektes Kulturschiene für leerstehende Bahnhöfe in Brandenburg. Darüber hinaus wurden von uns zwischen 2005 und 2012 eine Vielzahl von Künstler*innen und Mitarbeiter*innen von Kulturorganisationen u.a. in unserem Programm kulturgewinn qualifiziert und gecoacht. Und 2009 begaben wir uns auf die Suche nach  Raumpionieren zur Stärkung der kulturellen Identität in den Regionen Stettiner Haff und Südharz-Kyffhäuser. 

    Schon eine Weile beschäftigten wir uns mit der Idee soziale Gründer*innen zu unterstützen. Im Jahr 2010 bekamen wir die Gelegenheit durch die Förderung experimenteller Maßnahmen des Landes Brandenburg. Wir entwickelten das Programm entersocial mit dem Ziel, Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen für sozialunternehmerisches Handeln zu gewinnen und einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der regionalen Erwerbssituation sowie zur Bewältigung des demographischen Wandels zu leisten. Dabei wurden potentielle Changemaker identifiziert und in ihren Aktivitäten mittels Beratung und Coaching unterstützt. In einem besonderen Programmteil von entersocial wurde das Projekt Dorfkümmerer entwickelt. Hier ging es vor allem darum, dörfliche Entwicklungsprozesse zu initiieren. 2014 gewann das entersocial im bundesweiten Wettbewerb Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen.

    Soziale Innovationen werden zum Kerngeschäft 

    2010 übernahmen wir den ehemaligen Coworking Space self HUB am Erkelenzdamm in Kreuzberg, aus dem 2011 unser erstes Social Impact Lab als Raum für soziale Innovation wurde. Nicht weniger als der Aufbau einer Infrastruktur für soziale Innovationen in ganz Deutschland war von nun an eines unserer zentralen Ziele. Hier boten wir das erste Stipendienprogramm für Social Startups und unterstützten die angehenden sozial-innovativen Gründer*innen mit Coaching, Beratung, Workshops, Networking und Coworking ganzheitlich. Nach dem Start in Berlin folgt 2012 auch Hamburg, München, Köln, Wien und Zürich mit eigenen Labs oder in Kooperation mit anderen Coworking Spaces. 

    Mit weiteren Partnern konnten wir 2014 das Social Impact Lab Frankfurt mit den Programmen AndersGründer und ChancenNutzer und das Social Impact Lab Leipzig mit den Programmen Sozial & Gründer sowie Selbst & Ständig. 2015 folgte dann das Social Impact Lab Duisburg und 2017 kamen eröffneten wir das Social Impact Lab Stuttgart mit dem Programm Wirkungsschaffer und das Social Impact Lab München mit dem Gründungsprogramm The Human Safety Net zur Social Impact Familie. Als Nesthäkchen kamen das Social Impact Lab Bonn mit dem InklusionsMacher-Programm, das Social Impact Lab Bremen mit dem Programm Chancengerechtigkeit und das Social Impact Lab Beelitz Heilstätten dazu. Hier wurde das erste Global Goals Lab durchgeführt. Mit diesem Programm richten wir uns an erfahrene Sozialunternehmer.

    Social Impact Finance Programm

    Um erfolgversprechende Gründungskonzepte zu realisieren, bedarf es neben der Qualifizierung natürlich Kapital. Auch Social Startups scheitern häufig an den Finanzierungsbedingungen von Banken und Investoren.Vor dem Hintergrund wurde das Social Impact Finance Programm im Jahr 2013 gestartet. Im Mittelpunkt des Programms stand einerseits die Etablierung eines Crowdfunding-Angebotes, mit welchem mehr als 2 Mio. € für unsere Social Startups akquiriert wurden. Darüber hinaus haben wir mit Ready for Finance, ein Mentorenprogramm mit Finanzexperten, aufgebaut. Ergänzt wurde dieses Programm durch die Etablierung des Wirkungsfonds, einem der höchstdotierten Preise für Social Startups in Deutschland. 

    Zusammenarbeit mit der Wohlfahrt

    Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Startups sind die Zugänge zu Kunden wie bspsw. zu Wohlfahrtseinrichtungen. Mithin haben wir auf eine enge Zusammenarbeit mit der Wohlfahrt hin gearbeitet. In 2013 wurde mit Innovation² die erste Kooperation mit Wohlfahrtseinrichtungen vereinbart. Inzwischen existieren intensive Arbeitsbeziehungen mit einer Vielzahl von Einrichtungen. Unsere Startups profitieren von dem Know-how der Mitarbeiter*innen und erhalten Zugänge mit ihren Produkten bei potenziellen Auftraggebern. Umgekehrt bieten wir  – insbesondere durch das 2018 gestartete Programm „Modernisierung der Wohlfahrt“ – Wohlfahrtseinrichtungen Unterstützung bei der Entwicklung von Innovationsmaßnahmen. 

    Wieder im Fokus: Inclusive Entrepreneurship 

    Als im Sommer 2015 mehr als eine Million Menschen auf der Flucht vor Krieg oder Armut nach Deutschland kamen, waren die klassischen Institutionen überfordert. Wie viele andere zivilgesellschaftliche Organisationen haben wir überlegt, welche sinnvollen Unterstützungsleistungen wir anbieten können. Um mit unseren Kernleistungen einen möglichst großen Impact erzielen zu können, haben wir das Projekt Ankommer. Perspektive Deutschland gestartet. Zielgruppe waren Startups, die mit innovativen Modellen und Konzepten die gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe von geflüchteten Menschen verbessern, etwa durch Zugang zu Bildung und/oder zu Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.

    Insgesamt 42 Modellprojekte wurden von uns bei der Entwicklung von Maßnahmen zur beruflichen Integration gefördert. Die besten Projekte wurden mit dem Special Impact Award ausgezeichnet. Um Menschen mit Fluchthintergrund auch direkt zu unterstützen, bieten wir  seit 2 Jahren zudem in München das Programm The Human Safety Net for Refugee Startups an. Das Angebot umfasst einen Coworking Arbeitsplatz, zahlreiche Trainings und Coachings sowie vielfältige Kontakte auf dem Weg in die Selbstständigkeit für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund. Seit Ende 2017 unterstützen wir mit StartHope@Home zudem Menschen mit Fluchthintergrund bei der Vorbereitung auf eine spätere Existenzgründung in ihrem Heimatländern. Durch individuelle Coachings und sozialpädagogische Betreuung stärken wir ihre unternehmerischen Fähigkeiten und entwickeln neue Perspektiven.

    Internationales

    Bereits seit 2002 sind wir in unseren Themenbereichen stark in transnationale Projekte involviert. In den letzten 4 Jahren haben wir unsere Aktivitäten in diesem Bereich wieder verstärkt und zudem um unsere neuen Themen: Social-  und Migrant Entrepreneurship erweitert. Mit Startery Central and Eastern Europe Programm unterstützen wir Social Startups dieser Regionen. Mit führenden europäischen Social Business Inkubatoren haben wir die Community of Practice on Social Entrepreneurship (CoPSE) aufgebaut und wir koordinieren das Netzwerk der Social Business Inkubatoren in Ägypten, Tunesien, Marokko und Palästina. 

    Darüber hinaus sind wir mit den Projekten EMEN – The European Migrant Entrepreneurship Network, SENTINEL, Social(i)Maker und SocentSpa an der Entwicklung neuer Strategien, Maßnahmen und Förderempfehlungen für Ministerien beteiligt. 

     

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