• Kreativität trifft auf Erfahrung: Soziale Innovationen in der Wohlfahrtspflege

    Wie eine enge Kooperation der Schlüssel zu langfristigem Erfolg sein kann, wird in unserem aktuellen Programm „Soziale Innovationen in der Wohlfahrtspflege“ sichtbar. Doch inwieweit können sich Social Entrepreneurship und die Wohlfahrtspflege gegenseitig stärken?

     

     

    Das durch Agilität und Innovation geprägte Sozialunternehmertum erfreut sich in den vergangenen Jahren einem stets wachsenden Interesse. Social Businesses, Social Startups, soziale Innovationen – all diese Schlagwörter begegnen uns zunehmend in allen Feldern unseres täglichen Handelns. Wir assoziieren Innovation schnell mit neuer Spitzentechnologie, ausgefallenen Geschäftsideen und langen Nächten der Tüftelei und Weiterentwicklung neuer Lösungsansätze – jedoch auch mit der Wohlfahrtspflege? Das sollte es zumindest, denn: Die Gründung der Wohlfahrtsverbände vor 150 Jahren war es, die solch innovative Entwicklung, wie etwa Kindertagesstätten, Behindertenwerkstätten und Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht hat.

    Seit einigen Jahren wird die Wohlfahrtspflege jedoch vor neuen Herausforderungen gestellt, wie beispielsweise den demografischen Wandel und der Digitalisierung.  Aus diesem Bedarf, der sich veränderten Strukturen und Angebote heraus, ist auf Bundesebene eine bislang einmalige Zusammenarbeit entstanden. Social Impact brachte erstmals Initiativen aus dem Bereich des Social Entrepreneurship und Vertreter*innen der Freien Wohlfahrtspflege zusammen. Seitdem sind Kollaborationen wie Innovation² aus der Zusammenarbeit mit der Paritätischen  und Fröbel e.V. und das Innovationslabor gemeinsam mit der AWO Braunschweig entstanden.

     

    Räume und Zeiten zum innovativen Denken erschaffen

    „Meine Zukunftsvision für die Wohlfahrt von morgen ist eine innovative Wohlfahrt, die agil und schnell Lösungen für die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen entwickelt, und zwar in Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren, und somit den sozialen Wandel aktiv gestaltet als Rückgrat des sozialen Sektors.“, erzähl Norbert Kunz (Geschäftsführer von Social Impact gGmbH) in einem Interview mit dem Deutschen Roten Kreuz.

    Welche innovativen Ideen bereits aus der Zusammenarbeit zwischen Social Impact und der freien Wohlfahrtspflege entstanden sind, zeigen folgende zwei Erfolgsgeschichten:

    • ichó systems GmbH (entwickelt Produkte zur Aktivierung und Förderung kognitiv erkrankter Menschen. Das erste Produkt ist ein interaktiver Ball, der die Nutzer*innen durch multisensuale Reize fördert)
    • Lindera GmbH (entwickelte eine App mit Mobilitätstest zur Sturzvermeidung)

    Sowohl ichó systems und Lindera GmbH sind Teilnehmer*innen bisheriger Programme von Social Impact Labs im Austausch und Kooperationen mit der Wohlfahrt.

    Um den gezielten Austausch für langfristige Kooperationen zwischen sozialen Startups und Trägern der freien Wohlfahrtspflege weiterhin auszubauen, verfolgt Social Impact 2019 folgende Maßnahmen mit dem Programm „Soziale Innovationen in der Wohlfahrtspflege“ , das durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert ist:

    • Maßnahmen zur Sensibilisierung und Aktivierung von Entscheidungsträgern aus der Wohlfahrt für die Bedeutung und Notwendigkeit von disruptiven sozialen Innovationen
    • Stärkung der lokalen und regionalen Netzwerke (Organisation von (Netzwerk)Veranstaltungen mit Social Startups und Vertreter*innen der Wohlfahrt, Unterstützung von Partnerschaften zur Entwicklung und Verbreitung von sozialen Innovationen, Veranstaltungsformate wie informelle Meet and Greets, Lab Lunch, Boost-Workshops etc.)
    • Förderung der Innovationskultur: Qualifizierung von Mitarbeiter*innen von Wohlfahrtseinrichtungen zu Multiplikator*innen sozialer Innovation
    • Förderung von konkreten Innovationsmaßnahmen (wie zum Beispiel der Begleitung von Organisationsentwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen unter Einbindung von Mitarbeiter*innen und Entscheidungsträger*innen der Wohlfahrt)
    • Sensibilisierung und Vorbereitung von Social Startups für eine Kooperation mit Trägern der Wohlfahrt

    Den sozialen Wandel aktiv (mit)gestalten

    Diese träger- und sektorübergreifende Zusammenarbeit zwischen Social Entrepreneurship und der Wohlfahrtspflege ermöglicht neue Wege und Lösungen für die Entwicklung sowie Skalierung innovativer Produkte und Dienstleistungen für zukünftige gesellschaftliche Herausforderungen.

    Daher unterstützen wir soziale Startups durch innovative Veranstaltungsformate in den Social Impact Labs und Organisation von Mentoringbeziehungen für einen erfolgreichen Austausch zwischen sozialen Startups und Trägern der Freien Wohlfahrtspflege.

    Zudem fördern wir die Entwicklung von Innovationsprozessen in der Wohlfahrt für Mitarbeiter*innen als Multiplikator*innen sozialer Innovationen durch ganztägige Design Thinking-Workshops, die Kurzausbildung Innovationsmanagement und Workshops zur Entwicklung sozialer Geschäftsmodelle.

    „Wir brauchen Rat, Zeit und Räume zum Ausprobieren, denn nur so können soziale Innovationen entwickelt werden. Social Impact schafft diese Grundvoraussetzungen und hilft dabei, Finanzierungsquellen zu finden. Für eine starke Zusammenarbeit zwischen Social Startups und der Wohlfahrt von Morgen.“, erklärt Mareike Müller (Social Impact gGmbH)

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