• #SocEnt-Cycle Tour durch Brandenburg

    Wir radeln auf den Spuren von Social Innovation im ländlichen Raum durch Brandenburg. Ein Rückblick:

     

    Welch ein inspirierendes, motivierendes und glücklicherweise sonniges Wochenende liegt hinter uns! Im Rahmen des EU-Projekts SENTINEL fuhren wir mit rund 50 Teilnehmer*innen vom Coconat – selbsternanntes „Workation Retreat“ in Klein Klien bei Bad Belzig – nach Wiesenburg. Ziel unserer Tour war es, soziale Innovationen im ländlichen Raum sichtbar zu machen. Und all die (Stadt-) Menschen, die mit uns geradelt sind, haben dabei erfahren, dass Social Innovation und Social Startups nicht nur in den Großstädten entwickelt werden!

    Startpunkt der Tour ist der Bahnhof in Bad Belzig: Von hier aus fahren wir bei bestem Wetter gemeinsam nach Klein Glien zum Coconat. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Irmak, Moritz und Felicitas von Social Impact, können sich die Teilnehmer*innen zunächst bei einer ersten Runde Kaffee stärken und gegenseitig kennenlernen: „Fühlst du dich eher als Stad- oder Landmensch?“, „Wie viel Platz nimmt das Thema Social Innovation in deinem Alltag ein?“ – Wir merken, wie unterschiedlich alle Teilnehmenden sind und freuen uns über den Austausch.

    Bei einer anschließenden Tour durch das Coconat mit Iris Wolfer, können die Teilnehmer*innen außerdem die Vorzüge dieses besonderen Workation Retreats auf dem Land kennenlernen: Ruhige Coworking Arbeitsplätze, Übernachtungsmöglichkeiten in Schlafkapseln, Hänge- oder Glampingzelten (Glamour-Camping!), Outdoor-Workspaces, Kaminzimmer und Bar mit Vertrauenskasse – hier kommt alles zusammen, was man sich für ein Offsite, einen Ausflug mit dem Team oder einen Coworking Arbeitsplatz auf dem Land erträumt! Und sofort wird spürbar: Hier kann man gut, konzentriert und ohne Störung arbeiten, sich zu neuen Ideen inspirieren lassen und einfach die Natur genießen.

    Der erste Zwischenstopp unserer Fahrradtour findet spontan mitten im Grünen statt. Paul Wernicke gibt uns Einblick in die Wildnisschule Hohe Fläming und weiht uns ein in die Lebenswelt der Tiere, durch deren Lebensraum wir uns in den nächsten Stunden bewegen werden. „Ich liebe es andere mit meiner Freude und meinem Enthusiasmus für das Erleben, Lernen und Entdecken der Natur anzustecken.“, so Paul, und das merkt man ihm wirklich in jedem Satz an.

    In Wiesenburg erreichen wir Mal’s Scheune, auch „Perle des Flämings“ genannt: mitten im Landschafts- und Naturpark des Hohen Fläming befindet sich hier ein Musikproduktionsstudio, das gleichermaßen von regionalen sowie internationalen Musikkünstler*innen für diverse Aufnahmen genutzt wird. Die Gastgeber sprechen mit uns sehr offen über Schwierigkeiten, die sie in ihrem Alltag als Selbständige erfahren, betonen aber vor allem ihr Glück, an diesem Ort jeden Tag ihren Traum leben zu können. Im Anschluss dürfen wir in einem Input von Matthias Scheffelmeier von Ashoka etwas über den  Aufbau von Changemaker Communities erfahren. Seine Tipps:

    • Ganz wichtig: Lernt euch persönlich kennen!
    • Gebt den Menschen Ownership, z.B. durch das Entwickeln eines gemeinsamen Leitbildes.
    • Formuliert Aufgaben konkret und zeitlich begrenzt.
    • Und denkt dabei auch Entlohnung, sei es finanziell oder anderer Art.
    • Und abschließend: Lebt eure Werte. Wofür steht ihr?

    Bei einer Diskussionsrunde im World-Café-Format tauschten sich die Teilnehmenden anschließend mit Expert*innen aus diversen Bereichen der Förderung von sozialen Innovationen im ländlichen Raum aus. Thomas Blume aus dem Social Impact Lab in Potsdam (Gründungsberater), Gabriele Gruchmann von Neuland21, Roland Leisegang (Bürgermeister von Wiesenburg) und Moritz Blanke aus dem Social Impact Team für Internationales stellen sich hier den Fragen der Teilnehmer*innen und diskutieren Fragen wie: Welche Bedeutung hat die Förderung von sozialen Innovationen für die Menschen vor Ort? Welche Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten eröffnen sich, wenn wir nicht-urbane Räume innovieren wollen?

    Am Abend geht es anschließend wieder zurück ins Coconat, wo die Teilnehmer*innen beim gemeinsamen Grillen, Lagerfeuer und Musik den Tag Revue passieren lassen. Den krönenden Abschluss bildet die Nachtwanderung mit Lukas von der Wildnisschule Hohe Fläming, die alle berührt zurücklässt.

    Nach einer ruhigen Nacht im Garten oder Gutshaus des Coconat geht es nach einem gemeinsamen Frühstück wieder zurück. Und wir haben irgendwie so ein Gefühl: Das wird vielleicht nicht unsere letzte Tour durch Brandenburgs Innovationen gewesen sein! Stay tuned.

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