• Soziale Innovation für mehr Inklusion

    Inklusive Arbeit und Bildung ist immer noch nicht selbstverständlich. Deshalb suchen wir mit unserem neuen Stipendienprogramm InklusionsMacher innovative Lösungen für mehr Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe für alle! Bis 16. Februar ist die Bewerbung im Social Impact Lab Bonn möglich.

     

    In Deutschland leben laut Statistischem Bundesamt etwa 10,2 Millionen Menschen mit Behinderung. Da ein Großteil der Behinderungen erworben ist und vor allem bei älteren Menschen auftritt, wird diese Zahl aufgrund des demografischen Wandels zukünftig voraussichtlich weiter steigen. An dieser Stelle möchten wir mit unserem neuen Programm Inklusionsmacher ansetzen, das in Kooperation zwischen dem Social Impact Lab Bonn und Aktion Mensch entstanden ist. Mithilfe von sozialen Innovationen wollen wir hier unseren Beitrag zum Abbau von Barrieren leisten, die Menschen mit Behinderung bislang oftmals an einer sozialen Teilhabe in unserer Gesellschaft hindern.

    Inklusion auf dem Arbeitsmarkt noch lange nicht selbstverständlich

    So könnten Menschen mit Behinderung  beispielsweise vermehrt zu einer Bereicherung der Arbeitswelt beitragen. Auch wenn viele Unternehmen dies mittlerweile erkannt haben, ist Inklusion in diesem Bereich deshalb noch lange nicht selbstverständlich. Unsere Alumni auticon stellen da eine Ausnahme dar: Sie sind das erste Unternehmen in Deutschland, das ausschließlich Menschen mit Autismus als Software-Tester*innen beschäftigt und deren Dienstleistungen am freien Markt anbieten.

    „Schwerbehinderungen werden leider viel zu häufig als Hindernis auf dem Arbeitsmarkt begriffen. Deshalb liegt der aktuelle Fokus immer noch stärker auf inklusiver Bildung und weniger darauf, Arbeit inklusiver zu gestalten.“, so Manfred Rademacher, Projektleiter beim Integrationsfachdienst Selbständigkeit enterability. „Kinder nehmen die Unterschiede untereinander gar nicht so stark wahr, wie Erwachsene. Nach der Schule aber stoßen sie auf die harte Arbeitswelt und verzweifeln dann an der fehlenden Inklusion.“

    Innovative Lösungen für mehr gesellschaftliche Teilhabe

    Durch innovative und inklusive Lösungen könnte die gesellschaftliche Teilhabe dieser Menschen nachhaltig verbessert werden. Digitalisierung und technologischer Fortschritt bieten dabei eine wichtige Grundlage für die Entwicklung neuer Lösungen und tragen zum Erzielen einer hohen und breit gestreuten Wirkung bei.

    „Wenn wir alle das Versprechen der digitalen Revolution einlösen wollen – was Produktivität, Arbeitsplätze und langfristiges Wachstum angeht – dann müssen wir sicherstellen, dass dieses Versprechen für alle gilt.“, so Thorkil Sonne in einem Interview mit Deutschlandfunk Kultur. Er selbst, ein Sozialunternehmer aus Dänemark, engagiert sich schon für die Schließung dieser Lücke und vermittelt Menschen mit Behinderungen Jobs, die auf den ersten Blick nicht zu den Anforderungen des traditionellen Arbeitsmarktes passen. Es zeigt sich: Das Thema Inklusion geht uns alle etwas an und wir benötigen einen Perspektivwechsel, um gemeinsam einen Wandel bewirken zu können.

    Viele inklusive Ideen werden häufig nur auf Einzelinitiative oder auf lokaler Ebene umgesetzt. Unser Programm Inklusionsmacher richtet sich hingegen an alle, die innovative Ideen für eine inklusive Gesellschaft haben und diese in ein sozial wirksames Unternehmen überführen möchten. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung von Lösungen, welche allen Menschen die gleichberechtigte Teilhabe und Partizipation in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen ermöglichen.

    Inklusionsmacher-Stipendium fördert innovative Ideen

    Bei uns sind alle Ideen, die sich an der Schnittstelle zwischen Inklusion und Innovation befinden, willkommen. Idealerweise seid ihr ein Gründer*innen Team mit einer groben Idee für ein inklusives Unternehmen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr selber eine Behinderung habt, aus eigenem Bedarf heraus Ideen entwickelt habt oder einfach so eure Idee für mehr Inklusion verwirklichen wollt. Uns ist es wichtig, eine Vielfalt an Projekten mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zu fördern.

    In einem 6-monatigen Stipendienprogramm nehmt ihr an monatlichen Innovationssprints teil, die euch dabei unterstützen, eure Idee auszuarbeiten, zu testen, zu validieren und weiterzuentwickeln. Zudem bekommt ihr über Social Impact und unseren Partner Aktion Mensch Zugang zu einem Netzwerk von Expert*innen, Berater*innen und Fördermöglichkeiten, um eure Idee zur Gründung zu führen.

    Hier noch bis zum 16. Februar bewerben!

     

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