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Antirassismus-Camp im Palaispopulaire Berlin

Freitag, 07. Januar 2022

Mit 30 Schüler:innen der Katholischen Schule St. Marien hat unser Baut Eure Zukunft Team im Dezember ein unvergessliches Camp im Berliner PalaisPopulaire erlebt. Der Workshop war in dem Jahr die einzige Social Impact Präsenzveranstaltung mit Schüler:innen und deshalb auch für das BEZ Team sehr besonders.

FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG „ARTISTS OF THE YEAR 2021“

Baut Eure Zukunft Camps sind eintägige Workshops, bei denen Schüler:innen mit Hilfe von Baut Eure Zukunft-Toolboxen an spezifischen Lösungsideen arbeiten. Dabei werden sie von Design Thinking Trainer:innen und Mentor:innen tatkräftig unterstützt. Die Neuköllner Schülergruppe durfte den Einstieg in das Campthema „Antirassismus“ mit einer Führung durch die aktuelle Ausstellung des PalaisPopulaire erfahren.

Ein Künstler stand dabei mit seinen Werken besonders im Fokus: Maxwell Alexandre. In seiner Serie „Forbes Under 30“ ist er als einziger Schwarzer auf dem Forbes-Cover zu sehen. In insgesamt 17 Bildern kehrt er die Schattierungen der Hautfarben jedoch Schritt für Schritt um – „eine serielle Auseinandersetzung mit systemischem Rassismus, der brasilianischen Elite und der Klassengesellschaft.“ Dabei konnten die Schüler:innen auch interessantes Hintergundwissen erlangen, z.B. dass Maxwell die Bilder u.a. mit Schuhcreme malte, welche oftmals bei der Praktik des Blackfacings genutzt wird. In den Workshop-Räumen des PalaisPopulaire haben die Schüler:innen die Erfahrungen in der Ausstellung dann noch einmal auf sich wirken lassen.

Nach diesem Start konnten sich die Schüler:innen in kleineren Teams gegenseitig von ihren eigenen Erfahrungen und Gefühlen berichten, um das Thema Antirassismus und Vielfalt besser zu verstehen und tiefer einzusteigen. „Ein Lehrer hat mal ziemlich rassistische Kommentare abgelassen. Gefeuert werden konnte er aber nicht, weil er natürlich verbeamtet war.“ berichtet eine Schülerin.

INTERVIEWS MIT PASSANT:INNEN

Anschließend haben die Schüler:innen Interviewfragen erstellt und Passant:innen rund um das PalaisPopulaire und die Museumsinsel Berlin zur Problematik Antirassismus befragt. Dabei konnten sie nicht nur die Perspektive wechseln und neue Impulse erlangen, sondern gleichzeitig ihre Englischkenntnisse unter Beweis stellen.

Mit den Meinungen anderer konfrontiert zu werden, kann hart sein, erweitert aber auch das eigene Bewusstsein. Die Schüler:innen haben in den Gesprächen verschiedene - positive und negative - Erfahrungen gemacht, leider auch diese hier: „Einer hat gesagt, dass er schon einmal jemanden rassistisch beleidigt hat, das aber nicht bereut!“ berichtet eine Schülerin aus den Interviews.

Die Eindrücke haben die Schüler:innen dann gedanklich „durch einen Trichter gejagt“. Diese Design Thinking Phase war gar nicht so einfach, denn hierbei müssen die Schüler:innen sich aus ganz vielen Ideen eine konkrete Projektidee heraussuchen und diese weiterentwickeln. Die Frage, die sie dabei beantworten sollten, war:

Wie könnt ihr dazu beitragen, eine vielfältigere und gerechte Zukunft zu gestalten?

In ihren Kleingruppen bekamen sie tatkräftige Unterstützung von drei Baut Eure Zukunft Trainer:innen, ihren zwei Lehrkräften und zwei Mentorinnen der Deutschen Bank, die ebenfalls extra für den Workshop angereist sind.

PROTOTYPING

Vor dem großen zweiminütigen Pitch, bei dem die Schüler:innen ihre Ideen den anderen präsentieren, konnten sie sich aus den Materialkisten bedienen und ihre Prototypen anfertigen.

IDEEN-PITCH

Erschrockene Gesichter gab es bei der Ansage, dass die Präsentation der Ideen innerhalb von nur zwei Minuten stattfinden sollte. Wie immer haben die Schüler:innen aber auch diese letzte Aufgabe super gemeistert und ihre Ideen mitreißend präsentiert. Es sind kreative und sehr unterschiedliche Ideen entstanden, die die Schüler:innen vielleicht sogar im Unterricht weiterführen können.

Alle Projektideen der Katholischen Schule St. Marien findet ihr in der Baut Eure Zukunft Projektgalerie, also klickt euch einfach mal durch. Alle Projekte, die hier hochgeladen werden, haben außerdem die Chance für das große Bundesfinale ausgewählt zu werden.
Es winken eine ganz besondere Challenge, eine Reise nach Berlin (die im Juni 2022 hoffentlich wieder möglich sein wird) und ein Preisgeld, mit dem die Ideen dann tatsächlich umgesetzt werden können.

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