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Dienstag, 11. März 2025
2021 war Social Impact Mitinitiator des „Kompetenzzentrums für Soziale Innovationen Deutschland“ (KoSI). Ziel dieses Netzwerks aus mittlerweile zwölf Partnerorganisationen ist es, das Ökosystem für Soziale Innovationen in Deutschland und Europa zu stärken.
Die KoSI-Mitglieder kommen aus verschiedenen Bereichen: Neben Social Impact, das das Netzwerk vom Standort Frankfurt aus leitet, gehören unter anderem SEND, FASE, Wider Sense, Institute der Universitäten TU Dortmund, Heidelberg und Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen sowie Vertreter:innen der Diakonie dazu. Diese Vielfalt ermöglicht KoSI einen ganzheitlichen Blick auf Soziale Innovationen.
Entsprechend breit aufgestellt sind auch die Aktivitäten von KoSI: Sie erstrecken sich von Öffentlichkeitsarbeit, Angeboten zum Vernetzen & zur Weiterbildung bis hin zur Forschung zum Thema Soziale Innovationen. Ganz konkret unterstützt KoSI Sozialinnovator:innen auch bei der Entwicklung, Umsetzung und Durchsetzung ihrer Vorhaben, unter anderem mit Hackathons und Inkubatoren.
KoSI wird von der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF)+ Social Innovation+ Initiative kofinanziert. Die EU fördert nun schon seit einigen Jahren die Entstehung Nationaler Kompetenzzentren für Soziale Innovationen in ihren Mitgliedstaaten. Über die Bildung von Länderkonsortien und regelmäßige internationale Treffen schafft sie ein Umfeld für transnationalen Wissensaustausch und Kollaboration. Hierbei hat die EU ein spezielles Interesse an der Skalierung Sozialer Innovationen, um sie systemrelevant zu machen.
Die aktuelle Bilanz der EU lässt sich sehen: 125 Organisationen setzen sich in 24 nationalen Kompetenzzentren für die Entwicklung des Ökosystems für Soziale Innovationen ein – lokal, regional, national und transnational! Aufgeteilt sind sie hierbei in fünf Länderkonsortien. So arbeitet KoSI im Konsortium „European Social Innovation Alliance“ (ESIA) unter der Leitung von Social Impact eng mit 14 Organisationen aus Estland, Luxemburg und den Niederlanden zusammen.
Letzte Woche lud die EU alle Nationalen Kompetenzzentren für Soziale Innovationen und ihre Mitgliedsorganisation nach Vilnius, Litauen, ein. Dort tauschte man sich insbesondere über Fortschritte der Kompetenzzentren und aktuelle politische Entwicklungen auf nationaler und EU-Ebene aus. Hierbei zeigten sich in den Gesprächen erneut die großen Gemeinsamkeiten zwischen den Mitgliedstaaten bei den Chancen und Herausforderungen für Soziale Innovationen. Gerade mit Blick auf Advocacy-Strategien, Finanzierung, Wirkungsmessung und Skalierung können signifikante Synergien gehoben werden. Gleichzeitig war allen Anwesenden in Vilnius jedoch bewusst: Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage wird es herausfordernd sein, Soziale Innovationen auf der politischen Agenda zu stärken bzw. zu halten. Dies gilt insbesondere auch mit Blick auf den nächsten langfristigen EU-Haushaltsplan, der momentan in Brüssel erarbeitet wird. Teilnehmer:innen des Treffens in Vilnius waren sich entsprechend einig, dass eine gemeinsame Position hierzu schnell finalisiert werden muss.
Autorin: Stefanie Jellestad
➡️ Kompetenzzentrum für Soziale Innovationen Deutschland (kurz: KoSI)
