Pädagogische Fachkräfte wünschen sich mehr Wissen zu Auswirkungen von Geschlecht(errollen) und Geschlechterdiversität für den Arbeitsalltag.
Wer ist die AWO Braunschweig?
Der AWO-Bezirksverband Braunschweig e. V. ist mit seinen Tochtergesellschaften als Träger von 130 Einrichtungen zwischen Harz und Heide ein bedeutendes Dienstleistungsunternehmen, das rund 3.900 Mitarbeiter*innen beschäftigt.
Die Lotte-Lemke-Schule ist eine Förderschule in Trägerschaft des AWO-Bezirksverbands Braunschweig und versteht sich als Teil des inklusiven Schulsystems. Zusammen mit dem Mobilen Dienst bildet sie ein Förderzentrum für den Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung. Unser Einzugsgebiet ist relativ groß und umfasst die Landkreise Braunschweig, Wolfsburg, Wolfenbüttel, Helmstedt, Peine und Salzgitter. Wir sind als Durchgangsschule angedacht, die Kinder nur so lang wie nötig begleitet, bis sie mit den Maßnahmen des inklusiven Schulsystems wieder erreichbar sind und zurückgeschult werden können.
Wir definieren uns als „Familienschule“, die individuelle und fortlaufende Förderplanungen für jedes Kind entwirft und mit einem systemisch-lösungsorientierten Blick umzusetzen versucht. Der Unterricht richtet sich wie in der Regelschule auch nach den Kerncurricula der Grund- bzw. Hauptschulen. Wir beschulen zwischen 50 und 60 junge Menschen aus allen Altersstufen von der ersten Klasse bis zum Hauptschulabschluss.
Das Match
"Die AWO in Braunschweig kam mit zwei Wünschen zu uns, denen wir uns Anfang Mai 2024 gemeinsam widmen:
Die Challenge2023 und unsere Kooperationen ermöglichen uns, ausgewählte Methoden und unsere gemeinsame Arbeitsweise zu erproben und dabei konkretes Feedback einzuholen. Außerdem haben wir durch die Gespräche einen detaillierten Einblick in die Bedarfe von pädagogischen Fachkräften bekommen, durch den wir unser Angebot langfristig passgenau gestalten können."
Wer ist Die Mücke?
Wir sind die Mücke, ein Kollektiv für machtkritische Bildungsarbeit und Prozessbegleitung aus Leipzig.
Die Mücke hat sich 2023 gegründet und besteht aktuell aus Han (kein Pronomen) und Anna (sie/ihr). Wir kennen uns seit einigen Jahren und haben bereits in anderen Arbeitskontexten zusammengearbeitet.
Wir bieten Fortbildungen für (auch angehende) Fachkräfte im sozialen und pädagogischen Bereich zu diskriminierungssensiblen Themen an, mit einem Fokus auf geschlechtersensibler Pädagogik und geschlechtlicher Vielfalt. Außerdem arbeiten wir mit Kindern und Jugendlichen selbst sowie Eltern und anderen Bezugspersonen zu diesen Themen.
Der Ausgangspunkt unserer Arbeit lässt sich mit diesem Satz beschreiben: „Jede Person ist von Geschlecht betroffen“. Was bedeutet das? Allen wird bei der Geburt ein Geschlecht zugewiesen – und ab da werden Unterschiede gemacht. Mit den Unterschieden sind Erwartungen und Bewertungen verknüpft. Diese Geschlechterrollen können negative Auswirkungen auf das Wohlergehen und auch die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen jeden Geschlechts haben – und prägen auch das Erwachsenenleben.
Die Suche nach der eigenen Geschlechtsidentität ist bei Kindern und Jugendlichen ein zentrales Thema, der Umgang mit Geschlechterdiversität gehört in Schulen und pädagogischen Einrichtungen mittlerweile oft zum Alltag. Doch viele pädagogische Fachkräfte sind verunsichert, haben Fragen und sind oft noch nicht ausreichend geschult dafür, Heranwachsende bei diesen Themen zu begleiten.
Hier kommt die Mücke ins Spiel: Wir bieten Grundlagenfortbildungen zur geschlechtersensiblen Pädagogik an und unterstützen konkret bei der Begleitung von trans, intergeschlechtlichen und nonbinären Kindern und Jugendlichen. Mit spezifischen Angeboten nach Absprache können wir auf die individuellen Bedarfe unserer Auftraggebenden eingehen.
Wir arbeiten erfahrungsbasiert und praxisnah. Wir regen Selbstreflexion an, vermitteln Hintergrundwissen und erarbeiten gemeinsam konkrete Handlungsoptionen und Tools für die pädagogische Arbeit. Mit Methoden aus der Theater- und Kulturpädagogik sprechen wir den Körper ebenso an wie den Kopf und erreichen dadurch eine große Nachhaltigkeit im Lernen – beziehungsweise Verlernen.
Am 14. März 2024 bieten wir eine online Fortbildung zu geschlechtersensibler Pädagogik für Fachkräfte an (Infos und Anmeldung über unsere Webseite). Über die Challenge konnten wir dieses Angebot bereits erfolgreich streuen, das freut uns natürlich auch sehr.
Es ermutigt uns zu sehen, dass unsere Angebote auf Interesse stoßen und viele Menschen sich auf einen machtkritischen und diskriminierungssensiblen Weg machen – denn nur gemeinsam können wir gute Rahmenbedingungen für eine inklusive und diverse Gesellschaft schaffen!
Kontakt: Meik Neumann - lotte-lemke-schule@awo-bs.de & Anna Kallage - kontakt@die-muecke.de
